Harey updating her profile
Das ist Harey, wie sie morgens Kaffee trinkt. Das ist Harey, mit falschen Wimpern und blondierten Haaren. Das ist Harey, wie sie Luftgitarre spielt. Das ist Harey, wie sie ihre Existenz in Frage stellt. Das ist Harey vorgestern. Das ist Harey gestern. Das ist Harey heute.
Was wäre, wenn wir nur noch in den Erinnerungen anderer existieren würden, diese aber permanent wieder durchleben müssten? In Anlehnung an die Figur Harey aus Stanislaw Lems Roman „Solaris“ entwirft Pandora Pop ein low-tech cyberspace sci-fi Szenario, in dem drei Versionen der selben Harey ihr ewig sich wiederholendes Dasein fristen. Vom Kaffeetrinken bis zum vergeblichen Suizid ist alles nur fremde Erinnerung. Erinnerung oder Spiegel selbstinszenierter Internetpräsenz? War Harey 1961 in Lems Roman noch die Metapher für die Konfrontation mit dem Eigenen in der erwarteten Fremde, ist sie heute lebendig gewordenes Netzwerkprofil sozialer Webplattformen: Eine post-humane analoge Repräsentanz, irgendwo zwischen Avatar, Androide und Alien.
Ist die Nutzung sozialer Webplatformen eine Erweiterung unseres Selbst oder reduzieren wir unseren Horizont? Birgt die Verschränkung von online und offline Erfahrungen eine Chance für mentale Weiterentwicklung und uneingeschränktes interkulturelles soziales Leben oder limitiert sie unsere Selbstwahrnehmung?
Von und mit: Katharina Trabert, Anna Winde-Hertling, Britta Wirthmüller
Produktion: PANDORA POP
Video: Mirco Winde
Koproduziert vom Kulturbüro Hildesheim des Studentenwerks Braunschweig, Battersea Arts Centre London.
Gefördert vom Arts Council England und dem Kulturamt der Stadt Hildesheim.
Wurde gezeigt am 19.- 21.01.2010 im Theaterhaus Hildesheim
und am 22. - 23.01.2010 im Kühlhaus Flensburg
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SORRY! (Stereo Unplugged)
"I have always depended on the kindness of strangers." Blanche DuBois
Pandora Pop lädt ein! All ihre ‚virtuellen Freunde’ und solche die es noch werden wollen!
SORRY! (Stereo Unplugged) ist eine reale Party, mit realen Menschen, an einem realen Ort. Mit Mischgetränken und Mixtapes, Bildern, Videos und all dem, was über die Wochen im Netz zusammengetragen wurde. Die Performance bewegt sich zwischen dem Hier und Jetzt, dem virtuellen Raum und dem, was scheinbar vorausging. Eine Ungleichzeitigkeit von Ereignissen und Aktionen, die sich vorwärts und rückwärts durch Raum und Zeit bewegen. Die Produktion ist das Ergebnis von 730 Stunden online conference calls, 120 Stunden one-to-one skype meetings, 323.560 Zeilen internet chat, 234 Konzept e-mails, zwei social platform accounts, einem blogger account, einem online video account, 156 SMS and 576 Stunden im Probenraum.
Pandora Pop ist da und begrüßt die Gäste in schillernden Kostümen, doch der Raum ist leer, verwüstet, die Party vorbei. Alles was wir sehen ist die Tanzfläche, die Spuren, das Schlachtfeld am Morgen danach...
Von und mit: Anna Hertling, Katharina Trabert, Britta Wirthmüller, Petra Zanki & Rebecca Egeling
Produktion: PANDORA POP
Weitere Mitarbeit: Roland Rödermund, Damir Šimunovic, Stjepan Grbic a.k.a Rodion, Aaron Austin-Glen, Mirco Winde
Koproduziert vom Plateaux Festival Mousonturm Frankfurt, Banana Gerila Production Company Zagreb.
Gefördert Goethe Institut Kroatien, "Transwarp" foundation - EkS-scena, Zagreb; European Cultural Foundation - Step Beyond, City Council Zagreb und der Gallery Galzenica.
Dank an: Ružica Kovacevic, Florian Malzacher, Juliane Stegner, Damir Žižic, Jasna Žmak, ekscena crew, Palace Hotel Zagreb, Christian Heck und an alle unsere Freunde!
Wurde gezeigt am 2.Mai 2009 während des PLATEAUX Festivals am Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt.
Still Life
Am 18. Mai 2009 betraten vier Performerinnen den Galerieraum mit ihren Reisekoffern, ihren Handys und ihren Computern. Am 18. Mai 2009 hatten vier Performer vier Dinge, die sie zum arbeiten brauchten: eine starke W-Lan Verbindung, Nahrung, Unterschlupf und einen Schlafsack. In diesen vier Tagen lebten drei der Performerinnen offline und eine online in der Gallery Galzenica. Angereist mit dem Vorhaben sich von der gemeinsamen Produktion beim Plateaux Festival am Mousonturm zu erholen , stellten sie fest, dass die Erinnerungen an diese Arbeit irgendwie von ihren Gehirnen gelöscht wurde. Sie luden ihre Skype Freunde überall auf der Welt ein und baten sie ihnen zu helfen. Während ihres Aufenthalts kommunizierten sie nur über Skype, e-mail und online chat. Während sie sich selbst , sowie ihre Arbeitsmethode als Werkzeug und gleichzeitig Produkt ihrer Arbeit ausstellen, präsentiert Pandora Pop das geslöschte Ergebnis von 730 Stunden online conference calls, 120 Stunden one-to-one skype meetings, 323.560 Zeilen internet chat, 234 Konzept e-mails, zwei social platform accounts, einem blogger account, einem online video account, 156 SMS und 576 Stunden im Probenraum.
Still Life ist Teil der Produktion Sorry! (stereo unplugged) und wurde von der Gallery Galzenica in Velika Gorica, Kroatien im Rahmen des INTERZONE: Networked Programmes in Auftrag gegeben.
Von und mit: Anna Hertling, Katharina Trabert, Britta Wirthmüller, Petra Zanki
Produktion: PANDORA POP
Koproduziert vom Plateaux Festival Mousonturm Frankfurt, Banana Gerila Production Company Zagreb.
Gefördert Goethe Institut Kroatien, "Transwarp" foundation - EkS-scena, Zagreb; European Cultural Foundation - Step Beyond, City Council Zagreb und der Gallery Galzenica.
Wurde gezeigt am 20. und 21.Mai 2009 in der Gallery Galzenica in Velika Gorica, Kroatien im Rahmen des INTERZONE: Networked Programmes.
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“I want to die like Romy Schneider, like John Lennon or John F. Kennedy. I want to die like Kurt Cobain, Andy Warhol and Elvis Presley. Like Jimi Hendrix, Norma Jean Baker, Janis Joplin, Freddy Mercury, James Dean and Edie Sedgewick. I want to die like Rock Hudson and Joseph Beuys. I want to die like Lady Di. I want Elton John to sing for me. Like a candle in the wind. I want to become a legend. I want the people to stand beside my grave and cry. I’m gonna live forever. People remember my name.”
(Katharina Trabert, Pandora Pop)
Pandora Pop verbringen ihr unbedeutendes Leben vor Webcams und auf virtuellen Plattformen. In ewiger Erwartung berühmt zu werden, proben sie für den Ernstfall. Testen mal die eine Identität , mal eine andere aus. Andauernd wechseln sie den Kanal, zappen sich durch das Programm, sind Privatperson, Paris Hilton’s beste Freundin und die Stars einer Kochshow. In der künstlichen Subkultur eines dunklen Clubs glauben sie an die Möglichkeit durch amateurhafte Videos ihre Popularität zu steigern. Fernseher und Kameras - angeordnet um ein DJ Pult - stellen ihre Spielfläche dar. Heute Nacht ist ihre Nacht. Heute Nacht kann jeder für 15 Minuten berühmt sein!
Aber was heißt das eigentlich? Berühmt? In Zeiten von youtube, myspace, flickr.com und anderen Formen interaktiver Massenmedien. Warum möchten wir berühmt sein und wofür steht Ruhm? Was heisst das für uns als Künstler und was erzählt uns die Idee von Prominenz über die menschliche Psyche? Wer ist berühmt und warum? Was lernen wir von unseren Idolen? Und „When will I be famous?“ (Bros)
Mit einer Kombination aus Installation, Video und Performance untersucht Pandora Pop das allgegenwärtige Streben nach Ruhm und dessen Bedeutung für unsere Selbstwahrnehmung. ‚What you see is what you get!’ ist eine Serie von Experimenten zu diesem Thema.
Das Projekt wurde 2007 während unserer Residenz am PACT Zollverein in Essen initiiert.
Von und mit: Anna Hertling, Katharina Trabert, Petra Zanki
Produktion: PANDORA POP
Weitere Mitarbeit: Neil Callaghan, Aaron Austin-Glen, Nicholas Underwood
Gefördert von PACT Zollverein, Essen, ARENA Festival Erlangen.
What you see is what you get! – Episode 1: 15 minutes of fame
Theater/ Performance
Pandora Pop versucht die Kraft des (Ab-)Bildes zu unterlaufen. Kritisch betrachten sie die inneren und äußeren Lebensumstände, die das Streben nach Ruhm mit sich bringt. Heute ist deine Nacht! Heute kann jeder einmal berühmt sein!
Wurde gezeigt am 24. November 2007, Performance Art Depot in Mainz.
What you see is what you get! – Episode 2: Selfmade
TV Experiment
Pandora Pop als Teil der Documentary Soap Selfmade des SendersVOX . Katharina und Anna spielen ihre Rolle in einer echten Documentary Soap. Während sie gegen drei weitere Kandidaten antreten, untersuchen sie die Produktion von Reality TV und deren Verhältnis zu den Themen Authentizität und Ruhm von innen heraus. Während die beiden Künstlerinnen versuchen mit Performance Dienstleistungen zum Thema ‚berühmt sein’ Geld zu verdienen, wird klar dass sie über die Mediendarstellung auch ein stückweit Selbstbestätigung erfahren.
What you see is what you get! – Episode 3: Final Night Workshop Präsentation 'Epsidode 3' basiert auf den Ergebnissen, die während eines viertägigen Workshops in Erlangen erarbeitet worden sind. Die Darbietung setzt sich hauptsächlich mit online-Ruhm und misslungener Unterhaltung, wie sie für selbstgemachte ‚you tube’-Filme typisch ist, auseinander. Die Performer beziehen sich auf ihre eigenen Erfahrungen und Persönlichkeiten. Fortlaufend versuchen sie die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf sich zu lenken und laden sie dazu ein ihre privatesten Gehdanken mit ihnen in der zu teilen. Höhepunkt ist der gemeinsam mit dem Publikum einstudierte Discotanz auf dem Dancefloor des E-Werkes!
Wurde gezeigt am 28.Juni 2008 beim ARENA...of the young arts – Festival in Erlangen.
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So Darling, are you still mourning?'
Kitsch, pop, grotesque and absurd: Pandora Pop invites you to their dark and dirty disco!
Pandora Pop öffnet eine magische Büchse! In einer glamourösen Welt, voll von Manga Pornos, Pseudo-Hollywood-Stars, trashigen Rocklegenden und tragischem Seifenopern-Kitsch, bewegen sich die drei animierten Spielerinnen in ihrer eigenen Realität. Ihre eigene Sprache sprechend, ‚zappen' sie sich durch das Programm, sind mal Discoqueen, mal umsorgende Mutter, mal die Remote-Control Kids unserer virtuellen Spielplätze. Für ihre abstrusen Szenarien missbrauchen sie 12 rohe Tiefkühlhühnchen als unfreiwillige Spielkameraden. Die toten Tiere müssen jede Identität annehmen, welche die comichaften Figuren sich für sie ausdenken: vom Supermodel bis zum Unfallopfer. In diesem offenen Phantasieraum trifft die groteske Interpretation populärer Kultur auf die Grausamkeit der realen Welt. Manga Pornos, ferngesteuerte Autos, Barbiepuppen und Plüschtiere werden im dunklen Schein des Diskolichts zu Trägern subtiler Gesellschaftskritik.
Ähnlich wie bei einem Cartoon, bei dem die wichtigsten Charaktereigenschaften durch ein paar Zeichenstriche eindeutig interpretierbar dargestellt werden, bieten die drei Spielerinnen dem Zuschauer eine seltsam verzerrte Projektionsfläche mit genügend Spielraum für individuelle Eigenheiten. Das Gewohnte wird zum Außergewöhnlichen und das Unbekannte bietet plötzlich neue Möglichkeiten der Identifikation. Wie ist es in dieser post-post-modernen Welt möglich zu sagen wo die Welt der Fantasie anfängt und die Realität aufhört?
In einer Art interdisziplinären Experiment gehen wir der Frage auf den Grund was Identität ausmacht. Inwieweit definiert der Mensch sich selbst? Oder besteht er allein aus Fragmenten und Zitaten? Inwiefern haben die täglichen medialen Bilder und die populäre Kultur Einfluss auf unsere eigene Realitäts- und Identitätsbildung?
Von und mit: Anna Hertling, Amanda Horton, Katharina Trabert, Jasmin Topalousic
Weitere Mitarbeit: Aaron Austin-Glen
Produktion: PANDORA POP, Dartington College of Arts, UK
Gefördert vom Dartington College of Arts, Kulturamt der Stadt Hildesheim, dem Studierendenparlalment der Universität Hildeheim, dem Kulturbüro Hildesheim des Studentenwerks Braunschweig.
Sponsoren: Café Frisör und MLP Financial Management Solutions
Wurde gezeigt: 2007 - OUTNOW! Festival, Schwankhalle, Bremen - 100 Grad Festival, Sophiensaele, Berlin - Progr Performance Platform, Progr, Bern (CH) und im Programm des Battersea Arts Centre, London (UK). 2006 - frisch eingetroffen Festival, Galerie ZeitRaumEx!t, Mannheim - The Graduates, Battersea Arts Centre, London (UK) und im Theaterhaus Hildeshei. 2004 - Presence2004 Festival, Dartington College of Arts, Dartington (UK)
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